Ratgeber


Krämpfe: Hochspannung in den Muskeln

Krämpfe: Hochspannung in den Muskeln

Aktiv vorbeugen und selbst behandeln
Nach der Gymnastikstunde, während des Schwimmens oder nachts im Bett – fast jeder wurde schon von Muskel- oder Wadenkrämpfen überrascht. Sie treffen sportliche und unsportliche Menschen genauso wie Heranwachsende und Ältere. Was Sie tun können, damit es gar nicht erst zu Krämpfen kommt und welche Mittel Sie für die Selbstmedikation in Ihrer Apotheke erhalten.
  • Schmerzhaft, aber meist harmlos: Muskel- und Wadenkrämpfe

    Meist treten die Krämpfe unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund auf und verschwinden genauso schnell, wie sie gekommen sind. Am häufigsten sind die Muskeln der Waden und der Fußsohlen von den Zuckungen betroffen und spätestens nach ein paar Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Ab dem 6. Lebensjahrzehnt wird etwa die Hälfte der Menschen regelmäßig von nächtlichen Muskelkrämpfen geweckt. Im Alter häufen sich Krampfanfälle, da die Muskeln sich verkürzen und nicht ausreichend getrunken wird. Dies sorgt für Verschiebungen im Salzhaushalt des Körpers und insbesondere ein Ungleichgewicht bei den Magnesiumionen scheint das Entstehen von Krämpfen zu begünstigen.

    Tipp: Nach sportlicher Anstrengung und harter körperlicher Arbeit, die mit Schwitzen verbunden ist, sowie in der Schwangerschaft treten ebenfalls vermehrt Krämpfe auf. In vielen Fällen helfen Ihnen Dehnübungen, isotonische Getränke und Nahrungsmittel oder Präparate mit Mineralsalzen gegen die lästigen Muskelzuckungen.

    Damit Krämpfe gar nicht erst entstehen

    Das A und O im Kampf gegen Muskelkrämpfe ist eine ausgewogene Ernährung, bei der Sie ein besonderes Augenmerk auf die enthaltenen Elektrolyte legen. Magnesiumionen beeinflussen die Menge an Kalziumionen und beide sind für die Muskelaktivität von entscheidender Bedeutung. Bauen Sie aus diesem Grund vermehrt magnesiumhaltige Lebensmittel wie Bananen, Erdnüsse, Broccoli und Vollkornbrot in Ihren Speiseplan ein. Sportarten wie Wandern, Gymnastik und Walking eignen sich besonders gut für krampfanfällige Menschen, da sie alle Muskelgruppen gleichmäßig beanspruchen. Denken Sie vor jeder sportlichen Einheit an das Aufwärmen und Dehnen der Muskeln.

    Langfristig hilft ein leichtes Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Üben Sie zum Beispiel, auf instabilen Geräten wie Kreiseln und Wackelbrettern Balance zu halten. Warme Wickel, eine Wärmflasche und heiße Bäder entspannen die Muskulatur zusätzlich.

    Tipps, wie Sie auf einfache Art Muskelkrämpfen vorbeugen:

    • Trinken Sie mindestens 2,5 bis 3 Liter Wasser, Tee oder Saftschorle pro Tag.

    • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

    • Bewegen Sie sich täglich, aber übertreiben Sie es nicht. Sie überlasten sonst Ihre Muskeln.

    • Verteilen Sie Dehnübungen gleichmäßig über den Tag: Beugen Sie sich zum Beispiel im Stehen vor und versuchen Sie, die Fingerspitzen bis zum Boden zu bringen.

    • Schwimmen fördert einen langfristigen Muskelaufbau. Kühlen Sie sich vorher unter der Dusche ab. So vermeiden Sie Krämpfe.

    • Nach dem Sport lockert eine sanfte Massage die Muskulatur von Füßen und Waden besonders gut.

    • Ein warmes Fußbad am Abend entspannt Füße und Waden.


    Hilfe aus Ihrer Apotheke: Magnesiumpräparate

    Sowohl bei Schwangeren als auch bei älteren Menschen, die verstärkt unter Waden- und Beinkrämpfen leiden, schaffen Magnesium-Präparate erfolgreich Abhilfe. Magnesium sollte ausreichend hoch dosiert werden, wobei die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die Aufnahme von 300 mg bis 400 mg Magnesium pro Tag empfiehlt. Bei einer zu hohen Dosis kann es zu weichem Stuhl oder Durchfall kommen. Dann unterbrechen Sie die Behandlung und führen sie nach Normalisierung mit einer geringeren Dosis fort.

    Magnesium-Präparate stehen Ihnen in Form von Brausetabletten (zum Beispiel Biolectra® Magnesium 243 mg forte Brausetabletten), Dragees (zum Beispiel Magnesium Verla®) und Kapseln (zum Beispiel Magno® Sanol Kapseln, Pure Encapsulations® Magnesiumcitrat Kapseln) zur Verfügung. Für unterwegs sind Pellets praktisch, die sich auf der Zunge auflösen und ohne Wasser eingenommen werden können (zum Beispiel Biolectra® Magnesium 300 mg direct, Magnesium-Diasporal® 300 direkt, Magnetrans® direkt Granulat). Aber haben Sie Geduld: Eine positive Wirkung zeigt sich frühestens nach einigen Monaten.

    Hinweis: Falls Sie unter Herzrhythmusstörungen oder einer Nierenerkrankung leiden, lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt zu Magnesium-Präparaten beraten. Die Wirkung von verschiedenen Medikamenten, unter anderem Schilddrüsenpräparate und Antibiotika, kann durch Magnesium beeinflusst werden. Achten Sie auf einen großen zeitlichen Abstand bei der Einnahme und folgen Sie unbedingt den Empfehlungen Ihres Apothekers.

    So bringen Sie verkrampfte Muskeln wieder ins Gleichgewicht

    Trotz aller Vorsicht überrascht Sie vielleicht doch ein Krampf, während Sie gemütlich auf dem Sofa sitzen: Die Muskulatur verhärtet sich, ein stechender Schmerz fährt durch Ihr Bein. Um den Krampf zu beenden, dehnen Sie am besten die Muskulatur. Dabei kann der Muskel passiv mit der Hand massiert oder aktiv mit Übungen gestreckt werden. Das lockert die Muskulatur und löst die Verkrampfung.

    Tipp: Probieren Sie einmal die Behandlung mit einer so genannten Faszienrolle aus. Dabei handelt es sich um eine genoppte Rolle, die ihren Ursprung in der Sportmedizin hat. Ein Ausstreichen der betroffenen Muskelgruppen lockert und dehnt das Bindegewebe.

    Quelle: Janine Naß, Kampf dem Krampf, DAZ Nr. 27, Seite 40, 06. Juli 2017.


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Guter Vorsatz Rauchstopp

Guter Vorsatz Rauchstopp

Entwöhnung gut vorbereiten
Das Rauchen aufgeben – ein Klassiker unter den Neujahrsvorsätzen. Doch nur wenigen Rauchern gelingt es, den Verzicht ohne entsprechende Vorbereitung durchzuhalten. Wie man seine Chancen für eine erfolgreiche Entwöhnung verbessert, weiß Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.
  • Gehirn fordert Belohnung

    „So gut wie jeder Raucher hat schon mal versucht, damit aufzuhören. Das fällt aber vielen schwer, weil Nikotin körperlich abhängig macht“, berichtet Benkert. Das Nikotin in den Zigaretten aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn innerhalb weniger Sekunden. Für kurze Zeit fühlt sich der Raucher wach und entspannt. Nach einiger Zeit entsteht eine körperliche Abhängigkeit: Ohne die regelmäßige Dosis Nikotin zeigen sich Entzugssymptome wie Unruhe oder Reizbarkeit. Um diesen unangenehmen Empfindungen aus dem Weg zu gehen, greifen viele Aufhörwillige wieder zur Zigarette.

    Gewohnheiten anpassen

    Um den Verzicht auf Nikotin dauerhaft durchzuhalten, rät Benkert: Vor einem geplanten Rauchstopp sollten Sie sich klar machen, welche Gewohnheiten Sie mit dem Rauchen verbinden und wie Sie diese ersetzen können. Ist das Rauchen an bestimmte Situationen gekoppelt, etwa nach dem Essen, suchen Sie am besten neue Rituale, zum Beispiel sich nach dem Essen die Zähne putzen. Ist das Verlangen nach der Zigarette an Schlüsselreize wie Kaffee gebunden, hilft es, in der ersten Zeit auf ein anderes Getränk umzusteigen. Stecken Sie sich statt einer Zigarette einen Lutscher in den Mund. Dann sind Hände und Lippen beschäftigt. Gewinnt das akute Verlangen die Überhand, helfen die drei ‚A-Tipps‘:

    • Aufschieben – etwa zehnmal tief durchatmen
    • Ausweichen, zum Beispiel den Raucherbereich im Bahnhof meiden
    • Ablenken, zum Beispiel jemanden anrufen

    Rezeptfreie Arzneimittel als Unterstützer

    Rezeptfreie Arzneimittel mit Nikotin mildern die körperlichen Entzugssymptome. Benkert weist darauf hin: „Sie sind nur für eine Übergangszeit gedacht“. Wer einen Rauchstopp plant, sollte sich diese Medikamente rechtzeitig besorgen. Je nach Rauchverhalten sind verschiedene Arzneiformen wie Kaugummis oder Pflaster geeignet. Kaugummis helfen vor allem Gelegenheitsrauchern. Nikotinpflaster eignen sich eher für Raucher, die regelmäßig über den ganzen Tag geraucht haben. „Nikotinersatzmittel alleine reichen meist nicht aus, um sich dauerhaft von der Zigarette zu verabschieden. Man muss auch seine innere Einstellung ändern“, empfiehlt Benkert abschließend.


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Wenn der Darm träge ist

Wenn der Darm träge ist

Verstopfung überwinden und behandeln
Für viele Betroffene ein Tabuthema, über das sie nur ungern sprechen: Verstopfung, medizinisch als Obstipation bezeichnet. Dabei gehört sie zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Im Folgenden lernen Sie die wichtigsten Fakten über Verstopfungsarten und ihre Ursachen kennen und erhalten hilfreiche Tipps zur Selbstbehandlung mit Arzneimitteln aus Ihrer Apotheke.
  • Chronisch oder akut, welche Art Verstopfung liegt vor?

    Endlich beginnt der verdiente Urlaub, und ausgerechnet jetzt machen sich bei Ihnen unangenehme Symptome bemerkbar: Völlegefühl, Magendrücken, seltener Stuhlgang und scheinbar ewig dauernde Toilettensitzungen. Ein wenig Erleichterung verschafft Ihnen starkes Pressen, das teilweise mit Schmerzen verbunden sein kann. Hängen Ihre Beschwerden mit ungewohntem Essen in fremden Ländern zusammen, mit Stress oder einer Ernährungsumstellung wie beispielsweise eine Fastenkur, dann leiden Sie unter einer akuten Verstopfung, die fast jeden schon einmal getroffen hat.

    Von einer chronischen Obstipation dagegen spricht man, wenn die Beschwerden seit mindestens 3 Monaten andauern und 2 oder mehr der folgenden Symptome zutreffen:

    • Starker Pressdruck: Der Darminhalt benötigt nicht nur länger für die Passage, auch die Entleerung des Darms ist erschwert.

    • Harter Stuhl: Steht zu wenig Flüssigkeit zur Verfügung, kann der Darminhalt zu fest und klumpig werden.

    • Seltener Stuhlgang: Wird der Darm seltener als 3 Mal wöchentlich entleert, ist dies ein Anzeichen für eine Verstopfung. Dies ist kein alleiniges Kriterium: Auch bei täglichem Stuhlgang, der unter großer Anstrengung erfolgt, spricht man von Verstopfung.

    • Gefühl der unvollständigen Entleerung: Betroffene klagen über den subjektiven Eindruck, dass der Darm noch nicht vollständig entleert sei.

    • Schmerzen beim Stuhlgang: In jedem Fall sollte ein Arzt schmerzhafte Stuhlgänge abklären.


    Hinweis: Bleibt eine chronische Verstopfung für längere Zeit unbehandelt, drohen neben der psychischen Belastung auch Einrisse im Afterbereich (Analfissuren) und Ausstülpungen der Darmschleimhaut, die zu Entzündungen führen können (Divertikulitis). Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Arzt oder Apotheker, damit Sie nicht unter den Spätfolgen einer chronischen Verstopfung leiden.

    Mögliche Ursachen einer chronischen Obstipation

    Rund 15 Prozent der Deutschen leiden unter der chronischen Art der Verstopfung. Wahrscheinlich sind es deutlich mehr, da es vielen Menschen peinlich ist, mit dem Arzt über ihr Problem zu reden. Frauen leiden doppelt so häufig wie Männer unter einem trägen Darm. Bei Personen über 65 Jahren und bei bestehenden Grunderkrankungen kommen chronische Verstopfungen ebenfalls häufiger vor. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt oder Apotheker grenzt mögliche Gründe ein:

    • Trinken Sie ausreichend?

    • Enthält Ihre Nahrung genügend Ballaststoffe?

    • Bewegen Sie sich regelmäßig?

    • Nehmen Sie bestimmte Medikamente ein, die zur Obstipation führen können? Hierzu gehören beispielsweise Präparate mit den Wirkstoffen Codein, Morphin, Fentanyl, Furosemid, Carbamazepin oder Haloperidol.

    Hinweis: Verstopfungen sind zum Teil eine Folge bestehender Erkrankungen wie eine Querschnittslähmung, Demenz oder die Parkinson-Krankheit. Auch Patienten mit Diabetes oder einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden unter Darmträgheit.

    Zauberworte mit „B“: Ballaststoffe und Bewegung

    Die Behandlung einer Verstopfung richtet sich nach den Ursachen. Sind Auslöser wie Krankheiten oder Medikamente bei Ihnen ausgeschlossen, dann gibt es zur Beseitigung der Verstopfung zwei Tipps, die oft helfen: Ballaststoffe und viel Bewegung.

    Ziel ist, den Darm wieder in Schwung zu bringen. Dafür braucht er natürliche Füllstoffe, nämlich aufquellende, pflanzliche Fasern. Sie machen den Stuhl weicher und voluminöser. So sorgen Ballaststoffe über einen erhöhten Druck auf die Darminnenwand für eine schnellere und regelmäßigere Entleerung des Darms. Ballaststoffe sind beispielsweise in Vollkornprodukten, Gemüse und ungeschältem Obst enthalten. Versuchen Sie doch einfach mal, Flohsamen, Leinsamen oder Weizenkleie unter Ihr Müsli zu mischen – vielleicht hat sich Ihr Problem bald erledigt.

    Der Darm muss in Bewegung gebracht werden, damit er wieder richtig arbeitet. Sport beschleunigt die Verdauung und Menschen mit Verstopfung sollten täglich etwa 10.000 Schritte anstreben. Nehmen Sie für kurze Wege nicht wie gewohnt das Auto und steigen Sie lieber Treppen, als den Lift zu benutzen.

    Tipp: Damit Pflanzenfasern aufquellen, benötigen sie eine ausreichende Menge Flüssigkeit. Betroffene sollten deshalb mindestens 2,5 Liter pro Tag trinken – am besten Wasser oder Kräutertee.

    Hilfe aus der Apotheke: Präparate zur Selbstmedikation

    Bleibt der erhoffte Erfolg trotz ballaststoffreicher Ernährung und sportlicher Betätigung aus, stehen Ihnen verschiedene Präparate zur Selbstbehandlung zur Verfügung. Zu den Arzneimitteln, die über einen erhöhten osmotischen Druck den Einstrom von Wasser ins Darmlumen fördern, gehören Präparate mit den Wirkstoffen Macrogol (zum Beispiel Movicol®, Dulcolax® M, Laxofalk®), Lactulose (zum Beispiel Bifiteral®, Lactulose Hexal®) sowie ausschließlich zur kurzfristigen Anwendung Mineralsalze (zum Beispiel F.X. Passage® SL Pulver, Glaubersalz Bombastus®).

    Präparate mit den Wirkstoffen Bisacodyl (zum Beispiel Bekunis® Dragees, Dulcolax® Dragees und Suppositorien) sowie Natriumpicosulfat (zum Beispiel Laxoberal® Tropfen, Agiolax® Pico Abführpastillen) werden durch Darmbakterien erst in ihre aktive Form überführt. Beide stimulieren die Peristaltik des Darms und ihre Anwendung sollte ein- bis zweimal pro Woche nicht überschreiten.

    Hinweis: In manchen Fällen ist ein Arztbesuch dringend erforderlich. Dazu gehören Obstipationen bei Säuglingen und Kleinkindern, bereits lange bestehende Beschwerden, Verstopfungsbeschwerden im Wechsel mit Durchfällen, Verstopfungen, die von Fieber und Übelkeit begleitet werden, Blut im Stuhl, starke Schmerzen im Bauchbereich sowie eine starke psychische Belastung. Zögern Sie nicht, Ihren behandelnden Arzt aufzusuchen, er hat sicher ein offenes Ohr für Ihr Problem.

    Quelle: Tatjana Buck, Wenn nichts mehr geht, DAZ 2017, Nr. 47, Seite 38, 23.11.2017.


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Ohrenpflege – so geht's

Ohrenpflege – so geht's

Finger weg von Wattestäbchen
Unser Ohr leistet Enormes. Gleich für zwei Sinneswahrnehmungen ist es zuständig: den Hörsinn und den Gleichgewichtssinn. Tipps zur richtigen Pflege und Reinigung dieses wichtigen Organs.
  • Selbstreinigung der Ohren unterstützen

    Die Ohren reinigen sich selbst und zwar rund um die Uhr. Kleine Flimmerhärchen in den Gehörgängen transportieren durch ständige Bewegung abgestorbene Hautschuppen, Fremdkörper und Schmutz- und Staubpartikel nach außen. Unterstützt werden die Härchen vom Ohrenschmalz, dem sogenannten Cerumen. Ohrenschmalz ist kein Schmutz. Im Gegenteil: Da Partikel daran haften bleiben, hilft das klebrige Sekret, den Gehörgang zu reinigen. Außerdem bildet Ohrenschmalz einen Säureschutzmantel, der das Eindringen von Krankheitserregern oder Insekten verhindert und die Haut fettet, um sie geschmeidig zu halten. Um die Ohren zu reinigen genügt es, diese Selbstreinigungsfunktionen zu unterstützen.

    Sanfte Säuberung

    Mit einem Waschlappen oder Wattepad können Sie die Ohrmuscheln sanft säubern und den heraus transportierten Schmutz entfernen. Alternativ lassen Sie unter der Dusche etwas warmes Wasser in den Gehörgang laufen und trocknen die Ohrmuschel anschließend mit einem weichen Tuch ab.

    Hinweis: Seife oder Shampoo sollten nicht in die Ohren gelangen.

    Gegen trockene Haut hilft es, die Ohrmuschel vorsichtig mit einigen Tropfen Babyöl einzureiben. Auch hinter den Ohren sollten Sie sich regelmäßig waschen und die Haut anschließend gut abtrocknen. Kinder benötigen dabei Hilfe. Denn bei fehlender oder falscher Reinigung entstehen bei Ihnen besonders schnell Entzündungen am und im Ohr.

    Wattestäbchen meiden

    Wattestäbchen haben in den Ohren nichts zu suchen. Die harten Stäbchen können kleine Hautverletzungen verursachen und eine Angriffsfläche für Bakterien und Pilze bieten. Die Folge sind Ekzeme und schmerzhafte Entzündungen des Gehörgangs. Bei unsachgemäßer Benutzung besteht außerdem das Risiko, das empfindliche Trommelfell zu reizen oder zu verletzen. Zum anderen schieben Q-Tipps das Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang, wo es eintrocknet und sich zu einem Pfropf verklumpen kann.

    Tipp: Wenn Sie nicht auf Wattestäbchen verzichten wollen, steigen Sie auf spezielle Sicherheitsstäbchen für Babys um. Diese haben ein verdicktes Ende und dringen nicht zu tief in den Gehörgang ein.

    Ohrenschmalzpfropf professionell entfernen lassen

    Eine weitere Ursache für einen Ohrenschmalzpfropf ist eine übermäßige Produktion von Ohrenschmalz. Dann reicht die Selbstreinigungsfunktion der Ohren nicht aus. Ohrenschmalz sammelt sich im Gehörgang, trocknet ein und bildet einen harten Pfropf. Bei älteren Menschen entsteht der Verschluss oft, da die Drüsen weniger Fett erzeugen und das Ohrenschmalz fester wird. Die Folgen sind Druckgefühle, Schmerzen und Schwerhörigkeit. Ohrentropfen oder -sprays mit Pflanzenölen aus der Apotheke helfen Ihnen, das Cerumen zu entfernen.

    Hinweis: Hat sich bereits ein harter Pfropf gebildet, sollten Sie sich an einen HNO-Arzt wenden. Dieser entfernt den Schmalzpfropfen durch Absaugen, mithilfe eines kleinen Häkchens oder durch eine Spülung mit körperwarmem Wasser.


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